
Wer schon einmal Ski oder Snowboard gefahren ist, der weiß, dass ohne die richtige Bindung das Vergnügen nur halb so groß ist. Ganz abgesehen davon, dass falsch eingestellte Bindungen darüber hinaus auch zu mehr oder minder schweren Unfällen führen können, beispielsweise wenn sich Bindungen bei der Abfahrt lösen. Doch nicht nur für die verschiedenen Sicherheitsaspekte ist die richtige Bindung wichtig. Für die Sportler hat die richtige Bindungseinstellung beispielsweise auch Einfluss auf die Geschwindigkeit am Berg oder auf die Bewegungsfreiheit, die gerade beim Snowboarden für einige Tricks unerlässlich ist. Und so ist Bindung auch nicht gleich Bindung. Die einzige Gemeinsamkeit aller Bindungen besteht darin, dass mit ihrer Hilfe der Snowboard-Schuh mit dem eigentlichen Snowboard verbunden wird. Für das Wie gibt es dann die unterschiedlichsten Möglichkeiten. Eine davon ist eine Bindung, die bereits zu Anfang der 90er Jahre von einem US-amerikanischen Unternehmen aus Kalifornien entwickelt wurde und zu den sogenannten Speed-Entry-Bindungen gehört. Erstmals präsentiert wurde sie Mitte der 90er Jahre auf einer Fachmesse in München.
Angewandt wird diese Art der Bindung vor allem bei den Softboots. Anders als andere Bindungssysteme verfügt dieses System sowohl über eine feste Fußschlaufe als auch über einen Schaft, der sich umklappen lässt. Die Fußschlaufe besteht aus einem halbfesten Stoff über dem Spann, mit dem sich die gewünschte Spannung einstellen lässt. Der umklappbare Schaft, der sogenannte Highback, wird beim Anschnallen des Snowboards hochgeklappt, so dass der Einstieg von hinten erfolgen kann. Eine Technik, die zum einen für ein höheres Maß an Bequemlichkeit sorgt, zum anderen aber auch dazu führt, dass das Snowboard auch an steilen Hängen vergleichsweise problemlos angeschnallt werden kann. Herkömmliche „Ratschen“ gibt es bei dieser Art der Bindung dagegen nicht. Die Fußschlaufe, also der sogenannte Powerstrap, kann ohne Werkzeuge auf die individuellen Vorlieben eingestellt werden. Angeboten wird die Bindung mittlerweile von mehreren verschiedenen Herstellern für Damen-, Herren-, Freeride- oder Freestyle-Snowboards. Die Materialien können dabei von Anbieter zu Anbieter durchaus variieren.
Neben den besseren Anschnallmöglichkeiten liegen weiter Vorteile dieser Art von Bindung darin, dass beispielsweise Druckstellen vermieden werden können, da der Druck der Bindung gleichmäßiger verteilt wird. Einer der Nachteile besteht darin, dass die Bindung beim Transport vergleichsweise viel Platz wegnimmt.
© Nicole Hofmann – Fotolia.com
